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Lichtung


Alessia von Mallinckrodt


09.09.–13.10.2012

 

Die Grundidee in meinen Arbeiten ist die Gegenüberstellung und Integration von Natur und Architektur. Architektonisches findet sich ja bereits im Wald, im Gebirge, im Himmel mit Kondensstreifen und im Wasser, in das ein Stein fällt und sich vergrößernde, konzentrische und kreisförmige Grundrisse erzeugt.

 

Die Liebe zur Natur und ihre Schönheit zu allen Jahreszeiten war immer die Quelle meines Schaffens. Genau so entdecke ich das Schöne in der Architektur, ob Baustellen, Baugerüste oder Bauelemente aus verschiedensten Materialien.

 

Man könnte meinen die Schönheit sei weit entfernt, aber unser Blick hat einfach vergessen, sie festzuhalten und sie zu begreifen. Es gibt sogar Schönheit in der Armut, in den Ereignissen der Umweltzerstörung, im harten Industriebetrieb und in der Traumwelt. Formale versus gefühlte Schönheit. Wir übersehen, wo überall Schönes existiert.

 

Die Harmonie, die man in der Natur findet, wenn der Mensch sein Handwerk hinterlässt, wie einen Hochsitz im Wald oder junge Bäume, die umzäunt werden als Schutz, oder gestapeltes Holz, was zum Mauerwerk wird, sind meist zufällige künstlerische Symbiosen, die wir nicht wahrnehmen. Diese Schönheit als Zufall, ist was mich bewegt.

 

Meine Arbeiten sollen eine Hommage an die nicht immer intakte Natur sein, denn diese Momente, die man mit und in ihr erlebt, kann man wieder zurück holen. Es sind eher Erinnerungen an Erlebtes und Gesehenes im eigenen Kopf. Ich möchte mich sozusagen bedanken für die Schönheit unserer großartigen und wohl einmaligen Welt.

 

Alessia von Mallinckrodt

 

 

Zur Ausstellung ist eine Dokumentation erschienen.

 

unterstützt durch:

Lüneburgischer Landschaftsverband

Stadt Celle